Urteil des Bundesgerichtshofes

Teppichboden hilft gegen Lärmbelästigung

03.09.2020

Nach einem aktuellen Urteil des Bundesgerichtshofs (AZ V ZR 173/19) ist es zumutbar, mangelhaften Trittschall durch die Verlegung eines Teppichbodens zu beseitigen.

Im vorliegenden Fall ging es darum, dass der Eigentümer einer Dachgeschosswohnung seinen Teppichboden gegen Fliesen ausgetauscht hatte und es dadurch in der Wohnung darunter zu erhöhter Lärmbelästigung kam. Es stellte sich heraus, dass Mindestanforderungen an den Schallschutz nicht eingehalten wurden (diese sind in der DIN-Norm 4109 geregelt und beziehen sich immer auf die Vorgaben aus dem Baujahr). Verschlimmert wurde die Lärmbelästigung durch eine mangelhafte Trittschalldämmung im Zwischenboden des Gemeinschaftseigentums, deshalb hatte sich der Eigentümer der Dachgeschosswohnung auf den Standpunkt gestellt, die Eigentümergemeinschaft müsse diesen Mangel gemeinschaftlich beheben, damit er seinen neuen Fliesenboden behalten könne. Das Gericht entschied aber, dass der Wohnungseigentümer gegenüber den Nachbarn dazu verpflichtet ist, mit zumutbaren Maßnahmen die Mindestanforderungen an den Trittschallschutz einzuhalten, „wie etwa durch Verlegung eines schalldämpfenden Teppichbodens“. Wegen der Verhältnismäßigkeit des Aufwands konnte sich der Beklagte also nicht durch den Hinweis auf die Mangelhaftigkeit der Geschossdecke aus der Verantwortung ziehen. Wohnungseigentümer sollten sich somit vor der Verlegung eines neuen Bodenbelags grundsätzlich darüber informieren, ob die Verlegung eines Teppichbodens nicht schon aus Gründen des Schallschutzes die bessere Wahl darstellt.

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30.07.2020

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Veranstaltung

Heimtex sagt seine Jahrestagung ab

08.07.2020

Der Heimtex-Verband hat jüngst entschieden, seine diesjährige Jahrestagung, die für den 12. und 13. November 2020 in Köln geplant war, abzusagen. Trotz Lockerungen beeinflusst die Corona-Pandemie weiterhin vor allem die Veranstaltungsbranche. Verbandstagungen unterliegen, ebenso wie Messen, Konzerte etc., strengen Hygienevorschriften. Dazu zählt u.a. die Maskenpflicht in allen Bereichen, in denen nicht der Mindestabstand von 1,5 Meter gewährleistet werden kann. Unter diesen Einschränkungen ist eine Tagung nicht vorstellbar. Der Heimtex-Kooperationaspartner, der Verband innenliegender Sicht- und Sonnenschutz (ViS), hat sich ebenfalls entschieden, in diesem Jahr nicht zu tagen.

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