Heimtextil

„Frankfurter Stöffche“ am ersten Messeabend

05.12.2016

Persönlich, vielseitig und ganz nah dran: Die Heimtextil (10. bis 13. Januar 2017 in Frankfurt am Main) startet eine Service-Offensive exklusiv für Besucher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Unter dem Titel „Meine Heimtextil“ hält die Kampagne zur internationalen Leitmesse zahlreiche attraktive Angebote bereit. Im Zuge dessen lädt die Heimtextil am ersten Messeabend alle heimischen Vertreter zu einem Branchentreffen unter dem Motto „Frankfurter Stöffche“ ein.


„Wir möchten den deutschsprachigen Fachhandel einladen, die Heimtextil neu zu entdecken und vielleicht auch mit alten Vorurteilen aufzuräumen“, sagt Olaf Schmidt, Bereichsleiter Textilmessen bei der Messe Frankfurt. „Wir hören aufmerksam auf die Wünsche unserer Besucher und entwickeln die Leitmesse kontinuierlich weiter. Unser Angebot hier ist weltweit einmalig und mit „Meine Heimtextil“ wollen wir zeigen, dass unsere Messe nicht nur weiter-, sondern auch zusammenwächst. Dabei ist es uns ein besonderes Anliegen, dass die Heimtextil bei aller Größe und Internationalität insbesonders den Heimatmarkt fest im Blick hat.“

Heimtextil lädt zum „Frankfurter Stöffche“ Abend ein

Frankfurt hat mehr zu bieten als eine spektakuläre Skyline – die Heimat der Messe Frankfurt steht für einen gut vernetzten, einfach erreichbaren und zentralen Treffpunkt mit vielen Sehenswürdigkeiten und natürlich kulinarischen Köstlichkeiten. Ganz in diesem Sinne lädt die Heimtextil zum „Frankfurter Stöffche“ ein. Der Abend steht im Zeichen des gemütlichen Beisammenseins und des Austauschs und findet am Dienstag, dem ersten Messetag, nach Messeschluss in der Halle 5.1 statt. Besucher aus allen Bundesländern können einen erfolgreichen Messetag hier gemeinsam mit Ausstellern, Partnern und Verbänden ausklingen lassen, geknüpfte Kontakte bei einem Glas Ebbelwoi und anderen Köstlichkeiten festigen und sich auf die hessische Gastfreundschaft freuen – mit leckeren Spezialitäten aus der Region und guter Musik.  

Alle Vorteile auf einen Blick

Während der Heimtextil können Fachbesucher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz von zahlreichen Vorteilen, speziellen Programmen und Vergünstigungen profitieren: Ihnen stehen zum Beispiel kostenlose Fachvorträge, geführte Themenrundgänge oder inspirierende Trendschauen zur Verfügung. Raumausstatter und Bettenfachhändler können darüber hinaus an den kostenfreien Besucherprogrammen „Heimtextil Insider“ bzw. „Bed’n Excellence“ teilnehmen und profitieren so von Hotelzimmern zu reduzierten Preisen, Zugang zu dem jeweils eigenen Lounge-Areal oder von dem Gepäck- und Garderobenservice. Alle Vorteile für deutsche Fachbesucher sind auf der neuen Themenseite zu finden: www.MeineHeimtextil.de

Jahrestagung 3./4. November 2016

HEIMTEX – 100 Jahre eine starke Gemeinschaft

10.11.2016

Im Zwei-Jahres-Rhythmus lädt der Verband der deutschen Heimtextilien-Industrie e.V. (HEIMTEX) seine Mitglieder zu seiner Jahrestagung ein. Dieses Mal gab es einen besonderen Anlass zu tagen und vor allem zu feiern: 100 Jahre HEIMTEX. Zu diesem außergewöhnlichen Jubiläum waren erstmals seit 2008 neben den Mitgliedern und Förderern auch wieder Partner aus dem Handel und der Zulieferindustrie dabei. Als Location wurde bewusst ein historischer Ort der Industrialisierung gewählt, das red dot design museum in der Zeche Zollverein in Essen.


„Wir feiern heute das nicht alltägliche Jubiläum eines Verbandes, der zwei Weltkriege überdauert und einhundert Jahre Verbandsgeschichte erfolgreich gemeistert hat“, so der HEIMTEX-Vorsitzende Ottmar Ihling in seinen Eröffnungsworten. Neben dem Einfluss auf die politische Willensbildung spiele in Fachverbänden besonders die Unterstützung der Unternehmen im Tagesgeschäft eine wichtige Rolle. „Hier sehen wir auch die Funktion unseres Fachverbandes hauptsächlich angesiedelt. Denn wir Unternehmer müssen den Rücken frei haben, um neue Produkte zu entwickeln, zu produzieren und zu vertreiben.“ In seiner Rede betonte Ottmar Ihling auch die Bedeutung der Interessenvertretung der Textilindustrie auf nationaler und europäischer Ebene durch den Verband. „Dazu stehen die Verbände der Textilindustrie in einem regen Austausch, und was immer wichtiger wird: über seine Mitgliedschaft beim europäischen Verband der Textilindustrie ‚Euratex‘ vertritt der Gesamtverband textil + mode die Interessen der deutschen Textilindustrie auf europäischer Ebene“, so der Vorsitzende weiter. Zudem werde der Konzentrationsprozess in der Verbandslandschaft fortschreiten. „In diesem spannenden Umfeld hat der HEIMTEX-Verband die Zeichen der Zeit richtig erkannt und seine Kompetenzen und Dienstleistungen mit der Führung der Geschäftsstelle des ViS, dem Verband innenliegender Sicht- und Sonnenschutz, bereits unter Beweis gestellt. Und wir betonen gerne, dass wir für weitere Kooperationen nach diesem Erfolgsmodell offen sind“, stellte Ihling heraus.

Anlässlich der Jahrestagung wurde Ottmar Ihling (Alfred Apelt) als Vorsitzender des Verbandes für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Lediglich in der Funktion des stellvertretenden Vorsitzenden gab es einen Wechsel. Hier folgt Thomas Bußkamp (Badenia + Brinkhaus) als Sprecher der Fachgruppe Bettwaren auf Claus Wölfel, der aber stellvertretender Sprecher der Fachgruppe Dekostoffe/Gardinen/Möbelstoffe bleibt. Sprecher und stellvertretender Sprecher der Fachgruppe Teppichindustrie bleiben ebenfalls Stephan Naacke (Findeisen) und Rudolph Welcker (Tretford). Für die kommende Amtszeit hat sich der Vorstand ganz bewusst die demokratische Entscheidungsfindung über deutlich mehr Berücksichtigung der Mitgliederinteressen auf die textile Fahne geschrieben. Dazu Ottmar Ihling: „Wir werden auch in Zukunft die spezifischen, täglichen Themen in ihrer Vielfalt und Unterschiedlichkeit zur Zufriedenheit unserer Mitglieder im Auge behalten, wie auch die großen politischen Themen im Fokus haben, und unsere Branche mit Weitsicht und Sachverstand in die nächsten 100 Jahre führen.“

Das spannende und abwechslungsreiche Programm der Jubiläumstagung bot den über 100 Teilnehmern nicht nur ausreichend Raum zum Austausch und zur Kommunikation, sondern war auch eine gelungene Mischung aus Information und Unterhaltung.

Branchenzahlen

Die deutsche Heimtextilien-Industrie 2015

04.07.2016

Gesamtwirtschaftlich ist 2015 gut verlaufen. Zum Jahresende rechnete das ifo Institut München mit einem Wachstum des realen Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 1,7 Prozent. Eine Hauptstütze der Konjunktur war der private Konsum. Darüber hinaus setzte sich die positive Entwicklung der Bauwirtschaft im vergangenen Jahr fort und generierte Nachfrage für den Ausstattungsbereich.
Die Voraussetzungen für die heimtextile Konjunkturentwicklung stimmten folglich in 2015. Und in den ersten acht Monaten entwickelte sich die Konjunktur der deutschen Heimtextilien-Industrie auch konform zum positiven gesamtwirtschaftlichen Trend.


Im letzten Tertial kühlte die Nachfrage nach Heimtextilien aus deutscher Produktion – mit Ausnahme der Bettwaren –allerdings überraschend ab. Das jahresdurchschnittliche Plus konnte zum Jahresende nicht gehalten werden.
Für das Gesamtjahr 2015 verzeichnete die deutsche Heimtextilien-Industrie einen Umsatzrückgang von 2,4 Prozent.

Deutlich spürbar für die Unternehmen waren 2015 die Rezession in Russland und die damit verbundenen Absatzschwierigkeiten auf dem russischen Markt. Russland war insbesondere für die heimtextilen Stoffsparten sowie den Produktbereich Bettwaren viele Jahre einer der wichtigsten Exportmärkte.
Der dortige Exportausfall konnte und kann von den Unternehmen kurzfristig nicht durch eine Verstärkung der Aktivitäten auf anderen Märkten kompensiert werden. Hinzu kommt, dass auch weitere wichtige Absatzmärkte, darunter die Schweiz und China, im vergangenen Jahr in Turbulenzen gerieten, die ebenfalls negative Auswirkungen auf die Exportaktivitäten der deutschen Heimtextilien-Industrie hatten. Der Exportumsatz der deutschen Heimtextilien-Industrie entwickelte sich 2015 um 3,8 Prozent rückläufig bei einem Exportanteil von 25,8 Prozent. Und auch im Inland lief es letztlich nicht wie erwartet. Die grundsätzlich positive Konsumstimmung spiegelte sich nicht im Inlandsumsatz der deutschen Heimtextilien-Industrie wider (-1,9 Prozent). Möglicherweise schlägt hier der enorme Wettbewerb am Point of Sale immer deutlicher durch. Das Angebot an Heimtextilien im Markt ist vielfältig. Und ein Großteil der Ware wird vom Handel bereits fertig konfektioniert und kostengünstig im Ausland produziert eingekauft. Diese Heimtextilien fließen dann über die Theken der Möbelhäuser, allen voran Ikea. Aber auch die Baumärkte präsentieren eine breite und attraktive Palette an konfektionierten Gardinen, Vorhängen und Badtextilien im unteren bis mittleren Preissegment. Hinzu kommen die Discounter, die in regelmäßigen Abständen heimtextile Produktgruppen im Niedrigpreissegment bewerben. Dies geht tendenziell zu Lasten der heimischen Industrie, die überwiegend qualitativ hochwertige Heimtextilien anbietet und diese auch über den Fachhandel bzw. die Raumausstatter in den Markt bringt.

Textile Bodenbeläge (Tuftingware) folgten in den ersten acht Monaten einem leichten Aufwärtstrend, der sich in den Herbstmonaten nicht fortsetzte. Per Ende Dezember verfehlten die Unternehmen ihren Vorjahresumsatz um 4,4 Prozent. Dabei waren die Umsatzeinbußen im Inland (-4,6 Prozent) etwas stärker als die Umsatzeinbußen im Ausland (-3,6 Prozent). Dennoch sind einige Unternehmen in dieser Sparte sehr gut aufgestellt. Ihr Produktschwerpunkt konzentriert sich auf Innovationen und Funktionalität mit hohem Designanspruch. Hochwertige Produkte werden grundsätzlich vom Objekteur oder Verbraucher wertgeschätzt und auch gut nachgefragt.
Die Gestaltungsmöglichkeiten textiler Bodenbeläge sind vielfältig. Das Angebotsspektrum der Farben, Dessins und Strukturen ist beeindruckend. Die klassische Auslegware wird zunehmend ergänzt durch modulare Teppichformen (z.B. Fliesen), die mehr Flexibilität in der Einrichtung bieten.

Möbelstoffe sowie Dekostoffe/Gardinen sind traditionell mit einem Exportanteil von über 40 Prozent die exportstärksten Sparten der Heimtextilienindustrie. Insbesondere die Dekostoffindustrie leidet derzeit unter den Schwierigkeiten wichtiger Exportmärkte, allen voran Russland. Ihr Exportumsatz entwickelte sich 2015 um 5,4 Prozent rückläufig. Gleichzeitig fehlten auch auf dem Inlandsmarkt Nachfrageimpulse (-4,2 Prozent). In den letzten Jahren hat sich die Konkurrenzsituation auf dem Markt, insbesondere seitens fertig konfektionierter Dekoschals und Gardinen aus ausländischer Produktion verschärft.

Möbelstoffe zeigten dagegen Umsatzstabilität auf den Auslandsmärkten. Die Nachfrage nach Qualitätsware ist in dieser Sparte überdurchschnittlich hoch. Deutsche Möbelstoffproduzenten haben diesbezüglich international eine wettbewerbsstarke Position. Obwohl das Inlandsgeschäft – mit Umsatzeinbußen von 4,8 Prozent – 2015 enttäuschte, ist auf den Möbelmessen in Köln und Stockholm zu Beginn diesen Jahres sowie in den Fach- und Publikumszeitschriften eine klare Trendwende weg vom Leder hin zum Stoff festzustellen.

Positiv entwickelte sich im vergangenen Jahr der Produktbereich Bettwaren mit Füllungen aus synthetischen Fasern bzw. Naturhaaren (+1,8 Prozent). Die Wachstumsimpulse resultierten aus dem Inland (+3,4 Prozent). Das Exportgeschäft zeigte auch in dieser Sparte Schwächen (-5,1 Prozent). Trotz der warmen Temperaturen in den Herbstmonaten sind die Unternehmen gut zufrieden mit dem Verkauf ihrer Winterware. Überdurchschnittlich war 2015 der Nachfrageanstieg nach Decken und Kissen mit Naturhaarfüllungen. Und auch die Nachfrage nach Nackenstützkissen entwickelte sich ausgesprochen positiv.

Die Konjunkturindikatoren leuchten auch für 2016 grün. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute gehen von einer Fortsetzung des konjunkturellen Aufschwungs der deutschen Wirtschaft aus und rechneten zu Jahresbeginn mit einem Wachstum von 1,9 Prozent. Der Arbeitsmarkt steht ausgesprochen positiv dar. Die Arbeitslosenzahl ist so niedrig wie zuletzt 1991. Der private Konsum entwickelt sich weiterhin sehr gut. Die Prognosen für die Bauwirtschaft stimmen ebenfalls. Allein die Aussichten für das deutsche Exportgeschäft sind aufgrund der zunehmenden Schwächen auf den Exportmärkten getrübt.
Nicht kalkulierbar sind derzeit jedoch die Auswirkungen der politischen Entwicklungen in den Krisenregionen in Nordafrika, dem nahem und mittlerem Osten, den damit verbundenen Flüchtlingsströmen nach Europa sowie die Auswirkungen auf den Zusammenhalt in der EU und die Wirtschaftsentwicklung.

Die Unternehmen der deutschen Heimtextilien-Industrie blicken selbstbewusst auf ihre Geschäftsentwicklung in 2016. Zu Recht. Deutsche Heimtextilien stehen für Qualität, Innovation, Funktionalität, Vielfalt an Farben, Materialien und Dessins. Der Dienstleistungsgedanke hat bei der Industrie einen hohen Stellenwert. Ihren Fokus richtet sie auf den Verbraucher.
Die Herausforderungen im Absatzkanal werden 2016 – neben den bereits aufgezeigten Schwierigkeiten einiger Exportmärkte – die Strukturveränderungen im Handel sein. Dazu gehört auch das stark wachsende Internetgeschäft.

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10.01.2017 – 13.01.2017, Frankfurt a.M., Deutschland

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